Das Stadion des FC Thun: Stockhorn-Arena

Am 9. Juli 2011 wurde die Thuner Arena mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln eingeweiht. Das Spiel endete mit einem 2:2 Unentschieden. Das erste Tor im neuen Stadion schoss der Kölner Milivoje Novakovic nach knapp fünf Minuten. Die ersten Treffer für die Thuner schossen Dennis Hediger (72.) und Milaim Rama (78.).

Während der Bauphase wurde die Arena aufgrund ihrer Lage als "Stadion Thun Süd" bezeichnet (so heisst die nahegelegene Autobahnausfahrt). Weil man keinen Namensgeber für die neue Spielstätte finden konnte, wählte man den neutralen Namen "Arena Thun". Mitte Februar 2014 wurde schliesslich bekannt gegeben, dass man nun einen langfristigen Partner für die Arena finden konnte: die Stockhornbahn AG. Das lokale Unternehmen wird bis 2025 zum Namensgeber für das künftig Stockhorn-Arena genannte Stadion.

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Entstehung des Stadions

In einer ersten Abstimmung 2006 lehnten die Thuner Stimmbürger die öffentliche Finanzierung eines neuen Stadions ab. Im Anschluss bildeten sich drei Investorengruppen, von denen die HRS/Arco Real Estate AG mit ihrem Projekt (Stadion mit Mantelnutzung) schliesslich den Vorzug erhielt. Nachdem im Mai 2007 ein Planungsvertrag zwischen den Investoren, der Burgergemeinde und der Einwohnergemeinde abgeschlossen wurde, beraumte man die Abstimmung für die Umzonung des Geländes auf den 9. Dezember an. Im Vorfeld der Abstimmung wurde offensichtlich, dass ein Grossteil der Bevölkerung diesem Projekt gegenüber positiv eingestellt war, woran auch die Sexaffäre nichts ändern konnte, die von den Justizbehörden günstigerweise kurz vor der Abstimmung am 13.11.2007 publik gemacht wurde. Die Thuner liessen sich jedenfalls nicht beeinflussen, und so wurde die Umzonung vom Stimmvolk mit deutlicher Mehrheit angenommen. Aufgrund einer Vielzahl von Einsprachen durch unterlegene Stadiongegner, konnte der Baubeginn erst im Frühjahr 2010 erfolgen. Knappe 1,5 Jahre später konnte das Stadion dann wie erwähnt eröffnet werden.

  

   
Grösse 105 x 68 m
Kapazität

10'000 (bei Sportveranstaltungen) = 7'615 Sitz-, 372 VIP-, 33 IV- sowie 1'930 Stehplätze

Eröffnung 9. Juli 2011
Besitzer Genossenschaft Arena Thun

 

 

Ehemalige Spielstätten

Von 1898 bis 1927 spielte der FC Thun auf dem Areal der Thuner Allmend (einem militärischen Übungsgelände). Daraufhin verpachtete der Thuner Stadtrat dem FC Thun das Areal Grabengut und gewährte einen Kredit für kleinere bauliche Massnahmen. 1928 wurde das erste "eigene" Spielfeld dann eingeweiht. 1954 wurde schliesslich das Stadion Lachen fertig gestellt, welches zunächst von den Leichtathleten und vom FC Thun dann ab 1955 bis 2011 (s. Bild) benutzt wurde. 

Das ehemalige Stadion des FC Thun: Stadion Lachen